LUSHs klebriger Protest gegen schmutziges Öl aus Kanada - MitarbeiterIn lässt sich mit Öl übergießen
(ots/lush) Am kommenden Mittwoch wird sich auf den Einkaufsstraßen vieler Städte ein/e MitarbeiterIn der Kosmetikkette LUSH vor einer kanadischen Flagge mit "Rohöl" übergießen lassen. Dieser plakative - und klebrige - Protest läutet den Beginn einer europaweiten LUSH-Kampagne gegen das zerstörerische Öl aus Kanadas Teersand (auch Bitumen oder Ölsand genannt) ein. Dieses Öl droht auch auf den europäischen Markt zu fließen, wenn es den Ölgesellschaften und der kanadischen Regierung gelingt, ihren Willen durchzusetzen. Die einwöchige Kampagne wird in allen LUSH-Shops in 21 Ländern Europas stattfinden.
Kanadas Teersande werden als das zerstörerischste und umweltfeindlichste Projekt auf Erden bezeichnet. Das leicht erreichbare Erdöl neigt sich dem Ende zu und damit das Öl weiter fließen kann, wenden sich die Ölgesellschaften dem Teersand in Alberta, Kanada zu. Bei der Teersand-Verarbeitung werden riesige, uralte Waldgebiete komplett abgeholzt, der Erdboden wird 100 Meter tief im Tagebau auf riesigen Flächen abgetragen oder mit Chemikalien vollgepumpt. Das Ergebnis ist vergiftetes Grundwasser, absolute Verwüstung der Landschaft und der sich dramatisch zuspitzende Klimawandel.
Das Ölvorkommen in den kanadischen Teersand-Feldern ist die weltweit zweitgrößte Erdölquelle nach Saudi-Arabien. Die Konfrontation zwischen UmweltschützerInnen, die für eine Zukunft mit sauberen, erneuerbaren Energien kämpfen und den Ölkonzernen wird sich so schnell wie das Klima aufheizen.
Hinzu kommt, dass die Kohlendioxidbelastung bei Kraftstoff, der aus Teersandöl abgeleitet wurde, drei bis fünf Mal höher ist, als bei konventionellem Öl - Europas Ziele zur Kohlenstoffreduzierung werden damit zerstört.
Für diese Kampagne hat LUSH ein limitiertes Duschgel mit viel Melasse namens "Sweet and Shower" erfunden. Bei einem Protest gegen Teersand in London konnte man beobachten, wie UmweltaktivistInnen sich mit klebriger Melasse (welche von der Konsistenz der von Erdöl sehr ähnelt) überschüttet haben - die Inspiration für unser "Sweet and Shower". Der gesamte Erlös aus dem Verkauf dieses Produkts (abzüglich der MwSt.) geht an das Indigenous Environmental Network (IEN), das sich mit Kampagnen und Lobbyarbeit gegen die Teersandindustrie auflehnt. Das IEN arbeitet Seite an Seite mit den indianischen 'First Nations' Gemeinden in Kanada, die von den expandierenden Teersand-Projekten am stärksten betroffen sind. Die Teersandindustrie vergiftet ihr Trinkwasser, vertreibt wild lebende Tiere und trampelt auf den Rechten der 'First Nations' Gemeinden herum.
Tanja Umbach von LUSH sagt: "Unsere Abhängigkeit vom Rohöl führt zu verzweifelten Maßnahmen. Das kanadische Teersandöl tötet Menschen, Tiere und unseren Planeten und wir sagen ganz deutlich "STOPP"! Wir gehen bis hierher und nicht weiter - haltet die schmutzigen Teersande von Europa fern, wir nehmen stattdessen saubere und erneuerbare Energien!"
Clayton Thomas Mueller vom Indigenous Environmental Network sagt: "Europa führt die Welt an, wenn es um Umweltgesetzgebung geht. Die Richtlinie zur Qualität von Kraftstoffen wird ein deutliches Zeichen für Kanada setzen, wenn sie in ihrer ursprünglichen Form verabschiedet wird: Schmutzigem Kraftstoff aus Teersandöl lässt sich kein grünes Image verpassen! Während sich 'First Nations' und indianische Nationen in Nordamerika gegen die Teersande zur Wehr setzen, kann Europa sie bei diesem Kampf unterstützen, indem man sich dort energisch gegen dieses dreckige Benzin stellt."
Datum: 15. Juni 2011
Zeit: Punkt 12 Uhr für den öligen Fototermin
Orte: LUSH Fresh Handmade Cosmetics
Die Adresse des nächstgelegenen LUSH-Shops finden Sie unter: www.lush.de/shops
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